Unter dem Namen "trireno" treten die sieben Bestellerbehörden auf Schweizer, deutscher und französischer Seite gemeinsam auf und bündeln ihre strategische Zusammenarbeit bei der Angebotsplanung. Im Angebots-Zielkonzept der trinationalen S-Bahn Basel zum Horizont 2030, das durch die sieben Mitglieder grenzüberschreitend beschlossen wurde, sollen die Reisenden von allen sieben Ästen der S-Bahn aus die Bahnhöfe in Basel und die Strecken jenseits des Zentrums ohne Umsteigen erreichen können. Wesentlicher Bestandteil dieses Konzeptes ist dabei ein Takt von mindestens 30 Minuten auf den Aussenästen, der durch Überlagerung der Linien im Zentrum der Agglomeration zu einem 15-Minuten-Takt verdichtet wird.

Der Fahrplan- und Infrastruktur-Koordination kommt dabei eine wichtige Rolle zu, da die vorhandene Eisenbahn-Infrastruktur gleichzeitig von S-Bahnen, Fernverkehrs- und Güterzügen genutzt wird. trireno vertritt hier die Ansprüche der trinationalen S-Bahn an das Gesamtsystem der Eisenbahn in der trinationalen Agglomeration Basel. Ziel ist die Errichtung eines attraktiven und leistungsstarken S-Bahn-Angebotes unter optimaler Ausnutzung vorhandener Kapazitäten. An gewissen Stellen ist zudem ein Ausbau der Bahninfrastruktur unumgänglich, beispielsweise beim Herzstück-Basel, dem Bahnanschluss des EuroAirports und der Elektrifizierung der Hochrheinstrecke. Auch hier ist trireno dafür besorgt, dass die Bedürfnisse des S-Bahn-Angebotes beim Infrastruktur-Ausbau berücksichtigt werden.

Durch diese Massnahmen wird die S-Bahn wesentlich leistungsfähiger und attraktiver und kann Mobilitätsaufgaben übernehmen, die bisher durch den motorisierten Individualverkehr abgedeckt werden. Dies entspricht ebenfalls den Zielsetzungen des Agglomerationsprogramms Basel, in dem der nachhaltige Ausbau des öffentlichen Verkehrs eine der wesentlichen Strategien darstellt.