Agglo­merations­programm Basel

Das Agglo­merations­programm Basel koordiniert die Verkehrs- und Siedlungs­ent­wick­lung in der tri­nationalen Region Basel und erarbeitet alle vier Jahre ein Mass­nahmen­programm, das beim Schweizer Bund zur Mit­finanzierung ein­gereicht wird.

Die Agglomeration Basel ist eine der drei metropolitanen Agglomerationen der Schweiz von internationaler Bedeutung. Sie wird stark von der europäischen Nord-Süd-Transitachse be­einflusst. Die Verkehrssituation ist geprägt von Überlagerungen im regionalen, nationalen und internationalen Personen- und Güterverkehr auf Strasse und Schiene. Vor diesem Hintergrund und da das individuelle Mobilitätsbedürfniss weiter zunehmen wird, kann die Agglomeration Basel die zukünftigen verkehr­lichen Auswirkungen nur mit einem starken Verbund von öffentlichem Verkehr, motorisiertem Individual­verkehr sowie Fuss- und Fahrradverkehr bewältigen. Nur alle drei Systeme in sinnvoller Kombination können Nachhaltigkeit sowie eine Siedlungsstruktur mit kurzen und direkten Wegen gewährleisten.

Das Agglomerations­programm stellt sicher, dass die Verkehrs­entwicklung ganzheitlich betrachtet wird und die Verkehrs­projekte und die Siedlungs­entwicklung aufeinander abgestimmt werden.

Um dieses Ziel zu erreichen, ist eine übergeordnete, integrierte Planung in den Bereichen Landschaft, Siedlung und Verkehr notwendig. Das langfristig ausgerichtete Koordinations- und Umsetzungs­instrument Agglomerations­programm übernimmt für die trinationale Agglomeration Basel diese Aufgabe und stellt damit sicher, dass die Verkehrs­entwicklung ganzheitlich betrachtet wird und die Verkehrs­projekte und die Siedlungs­entwicklung aufeinander abgestimmt werden. Die Verkehrs- und Umwelt­belastungen sollen damit verringert und die Lebens­qualität in der Agglomeration erhöht werden. Verkehrliche Massnahmen, die im Rahmen des Agglomerations­programms geplant werden, unterstützt der Bund finanziell mit einem Anteil von maximal 50 Prozent.

Der Metropolitanraum Basel ist die einzige trinationale Agglomeration der Schweiz. Durch ihre Lage im Dreiländereck Schweiz-Deutschland-Frankreich und aufgrund ihrer bedeutenden Wirtschaftskraft hat die trinationale Agglomeration Basel eine besondere Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Schweiz sowie den südlichen Oberrhein. Die trinationale Agglomeration ist nicht nur durch eine starke wirtschaftliche Dynamik und vielfältige grenzüberschreitende Verflechtungen gekennzeichnet, sie wird aufgrund ihrer hohen Attraktivität bis zum Jahre 2030 von heute 700‘000 auf rund 800‘000 Einwohner wachsen.

Der Bund beteiligt sich mit bis zu 50 % an den Investitionskosten förderungswürdiger Projekte in der trinationalen Agglomeration Basel. Dabei werden auch Massnahmen im grenznahen Ausland mitfinanziert.

Damit diese dynamische Entwicklung nachhaltig, d.h. ohne Engpässe und ungewollte Nutzungskonflikte erfolgen kann, finanziert der Bund strategische Infrastrukturprojekte, mit denen in den Bereichen Verkehr, Siedlung und Landschaft/Grünräume  die notwendigen Weichenstellungen für eine grenzüberschreitend abgestimmte, integrierte Zukunftsplanung geschaffen werden. Mit dem Agglomerationsprogramm steht regionalen und lokalen Akteuren ein attraktives Instrument zur Verfügung, mit dessen Hilfe Zukunftsprojekte nicht nur entwickelt , sondern auch konkret realisiert werden können. Der Bund beteiligt sich mit einem Anteil von bis zu 50 % an den Investitionskosten. Das Programm ist trinational, d.h. es können auch grenzüberschreitend angelegte Projekte aus Deutschland und Frankreich gefördert werden.