Korridorprozess

Zusammenarbeit mit der übergeordenten Ebene

Die Umsetzung des Zukunftsbildes der Agglomeration Basel setzt eine gute Abstimmung mit der übergeordneten Ebene voraus (CH-Kantone, Regionalverband Hochrhein Bodensee, ggf. Landkreis Lörrach, CC3F).

Die mit dem Zukunftsbild erarbeitete Vision gibt den Orientierungsrahmen für die Siedlungs- und Verkehrsentwicklung bis 2030 vor. Im Agglomerationsprogramm Basel wird mit Teilstrategien und Massnahmen aufgezeigt wie die Vision umgesetzt und eine nachhaltige, prosperierende Entwicklung der Agglomeration Basel sichergestellt werden kann.

Die übergeordnete Ebene (Kantone, CC3F, Regionalverband) berücksichtigt im Rahmen der Ausgestaltung ihrer Planungsinstrumente (kantonaler Richtplan, SCOT, Regionalplan) das Agglomerationsprogramm Basel und umgekehrt. Ziel ist die stetig Abstimmung zwischen Agglomerationsprogramm Basel und den behördenverbindlichen Instrumenten. Die Fachgruppe Raumplanung des Agglomerationsprogrammes Basel stellt die Koordination der Planungsinstrumente sicher.

Zusammenarbeit mit den Gemeinden

Bei der Erarbeitung der 3. Generation des Aggloprogramms steht die korridorweise Zusammenarbeit mit den Gemeinden im Vordergrund.

Die konkrete Realisierung des Zukunftsbildes findet auf der kommunalen Ebene statt. Im Rahmen der Erarbeitung der 3. Generation der Agglomerationsprogramme steht die Zusammenarbeit mit den Gemeinden deshalb im Vordergrund. Die Kooperation zwischen Aggloprogramm und Gemeinden soll korridorweise erfolgen. In jedem Korridor wird die Zusammenarbeit mit einem Kick-off Workshop lanciert. Der Kick-off Workshop besteht aus einem Informations- und einem Diskussionsteil. Im Informationsteil wird über den Stand der Erarbeitung des Agglomerationsprogrammes der 3. Generation, und je nach Korridor über den Stand der Überarbeitung der kantonalen Richtpläne, über relevanten Inhalte von SCOT und Regionalplan berichtet. Ausserdem wird der Zeitplan präsentiert.

Im Diskussionsteil geht es darum mit den Gemeinden eines Korridors zu schauen, ob ein Interesse besteht an einer Zusammenarbeit mit dem Agglomerationsprogramm Basel, welche gemeinsamen Projekte die Gemeinden haben und wie die Gemeinden sich im Korridor organisieren möchten und wie die Abstimmung und der Austausch mit dem Agglomerationsprogramm erfolgen sollen.

Bisher wurde in den meisten Korridoren ein Kick-off Workshop durchgeführt. Die Gemeinden der Korridore befürworten die Zusammenarbeit mit dem Agglomerationsprogramm Basel. Bei den Diskussionspunkten "Projekte" und "Organisation" bestehen in allen Korridoren unterschiedliche Ideen, Ansichten und Bedürfnisse.

Langfristig angelegte Zusammenarbeit wichtig

Die Heraus­forderung bei der Ver­ankerung des Zukunfts­bildes besteht darin, die kommunalen Planungs­arbeiten und -absichten auf die Ziele und die Termin­planung des Agglo­merations­programms ab­zu­stimmen.

Die Koordination zwischen Agglomerationsprogramm und der regionalen und lokalen Ebene stellt eine grosse Herausforderung dar. Einerseits ist das Agglomerationsprogramm in den Vierjahres-Rhythmus des Bundes eingebunden und betreut übergeordnete Projekte wie zum Beispiel Strategie Strasse und Trinationale S-Bahn mit ihren eigenen Zeitplänen. Andererseits laufen in jedem Korridor kommunale, regionale und kantonale Aktivitäten mit unterschiedlichen Akteuren und Zeithorizonten. Ein gut etablierter und längerfristig ausgerichteter Austausch ist von grosser Bedeutung um alle Projekte und Planungen möglichst gut untereinander zu koordinieren. Der Verein Agglo Basel sieht sich in der Verantwortung die Koordination sicherzustellen und hat mit den Kick-off Workshops den ersten Schritt unternommen diese langfristig und in jedem Korridor zu etablieren.

Die Korridore der Agglomeration Basel

Fachgruppe Raumplanung

Die Fachgruppe Raumplanung von Agglo Basel setzt sich aus 1-3 Fachleuten pro Teilraum zusammen. Folgende Personen vertreten die 6 Teilräume:

Kanton Aargau

Thomas Frei, Planer Abteilung Raumentwicklung, Departement Bau, Verkehr und Umwelt

Kanton Basel-Landschaft

Martin Huber, stellvertretender Kantonsplaner, Abteilung für Raumplanung, Bau- und Umweltschutzdirektion

Oliver Stucki, Kreisplaner, Abteilung Ortsplanung, Bau- und Umweltschutzdirektion

Kanton Basel-Stadt

Susanne Fischer, Leiterin Abteilung Raumentwicklung, Planungsamt, Bau- und Verkehrsdepartement

Kanton Solothurn

Brigitte Schelble, Raumplanerin, Amt für Raumplanung, Departement Bau und Justiz

Lionel Leuenberger, Raumplaner, Amt für Raumplanung, Departement Bau und Justiz

Deutschland

Jean-Michel Damm, Regionalplaner, Regionalverband Hochrhein-Bodensee

Frankreich

Etienne HEINRICH, Directeur Général Adjoint, Communauté d’Agglomération des Trois Frontières (CA3F)

Guillaume BENOIT, Responsable Urbanisme et Affaires Transfrontalières, Communauté d’Agglomération des Trois Frontières (CA3F)

Patrick HECHINGER, Directeur Général Adjoint, Communauté d’Agglomération des Trois Frontières (CA3F)