Velo- und Fussverkehr

Ein attraktives Angebot für den Fuss- und Velo­verkehr definiert sich durch zusammen­hängende, direkte und sichere Ver­bind­ungen, Zugänge zu zentralen Ein­richtungen sowie Abstell­anlagen in aus­reichender Quantität und Qualität an Ziel und Quelle.

Dieses ist prioritär auf den Alltagsverkehr (Berufspendler, Schüler, Einkauf usw.) auszurichten, ohne jedoch die Bedürfnisse des Freizeit- und Erholungsverkehrs zu vernachlässigen.

Im Hinblick auf den Ausbau der Infrastrukturen für Fuss- und Veloverkehrwurden drei strategische Stossrichtungen für die Teilstrategie Fuss- und Veloverkehr entwickelt. Der Aufbau eines Informationsnetzes im Bereich des Fuss- und Veloverkehrssowie Verbesserungen der Signalisierung und Beschilderung werden von der Teilstrategie ÖV und Kombinierte Mobilität aufgegriffen und im Rahmen des Aufbaues eines agglomerationsweiten Mobilitätsmanagement weiterentwickelt.

Regionales Velohauptroutennetz

Regionale Hauptrouten sollen sichere, schnelle und direkte Velo­verbindungen insbesondere für den Alltags­verkehr (v.a. Pendler­verkehr) sicher­stellen.

Die Wegeinfrastruktur muss hierfür eine hohe Qualität aufweisen (Belag, Breite,  Signalisation/Beschilderung, etc.). Je nach Raumstruktur decken diese regionalen Hauptrouten in den Teilgebieten der Agglomeration unterschiedliche Funktionen ab:

  • In den Korridoren schnelle und direkte Verbindungen zu den Schwerpunktgebieten Wohnen und Arbeiten, den Ortszentren sowie in Richtung trinationaler Kernstadt;
  • direkte tangentiale Verbindungen zwischen den Talachsen am Rande Basels bzw. des Agglomerationskerns sowie weiter aussen (soweit die Topographie es zulässt und wenn entsprechende Verbindungsbedürfnisse bestehen);
  • direkte Veloverbindungen zur Querung/Kreuzung des Agglomerationskerns Basel.

Neben der Ausrichtung der Veloverkehrsinfrastruktur auf den Alltagsverkehr ist eine entsprechende Infrastruktur für den Freizeitverkehr erforderlich. Hierbei ist davon auszugehen, dass die Netze für den Alltags- und den Freizeitverkehr identisch sind, teilweise jedoch auch unterschiedliche Wegeführungen haben. Ergänzend ist daher das Netz der regionalen Hauptrouten darauf zu überprüfen, ob es den Ansprüchen des Freizeitverkehrs dient. Es muss zudem überprüft werden, ob mit dem bestehenden Netz die skizzierten Funktionalitäten gewährleistet werden können oder ob Mängel bestehen.

Lokales Velo- und Fussnetz

Strassenraumgestaltungen sollen die Aufent­halts­qualität und die Verkehrs­sicher­heit für den Fuss- und Velo­verkehr erhöhen.

Die Massnahmen beziehen sich auf das bestehende kommunale Strassennetz resp. auf Ortsdurchfahrten und Ortzentren oder Quartiere (Tempo 30, Begegnungszonen, Trottoirverbreiterungen, Platzgestaltungen etc.). Neben solchen Aufwertungen des Strassenraumes ist das Vorhandensein eines attraktiven, feinmaschigen Netzes mit möglichst direkten Verbindungen für den Fuss- und Veloverkehr zum Ortszentrum, zu den zentralen Einrichtungen (zu den Schulhäusern etc.) und zwischen den Quartieren eine zwingende Voraussetzung, um den Modal Split zu Gunsten des Fuss- und Veloverkehrs zu verschieben.