S-Bahn – Angebots­ausbau und neue Durchbindungen

Im Hinblick auf die zukünftige Ent­wicklung der Regio-S-Bahn wurden in jüngster Zeit wichtige Weichen gestellt.

Im Rahmen der Angebotsplanung Nordwestschweiz wurden 2008 die für eine Einführung des 15-Minuten-Takts im inneren Agglomerationsbereich notwendigen Infrastrukturausbauten ermittelt. Die Planungsarbeiten werden zurzeit von der SBB in Zusammenarbeit mit den Nordwestschweizer Kantonen vertieft. Die Massnahmen zur Entflechtung des Bahnverkehrs im Zulauf des Knotens Basel sind im Programm STEP 1-Ausbauschritt enthalten (Ostkopf, Muttenz, Ergolztal). Der Bund anerkennt damit den Bedarf für einen Ausbau der Kapazitäten im Raum Basel, sowohl für den Fern- und Güterverkehr als auch für den Agglomerationsverkehr. Für die Umsetzung des Angebotskonzepts Nordwestschweiz sind in den Korridoren Fricktal und Laufental die notwendigen Infrastrukturen aber noch nicht gesichert.

Der Bund anerkennt den Bedarf für einen Ausbau der Kapazitäten im Raum Basel.

Auf Deutscher Seite bleibt die Elektrifizierung der Hochrheinstrecke zwischen Basel und Singen das vorrangige Ziel, um diesen Korridor besser in die regionalen Schienenverkehre einbinden zu können. Im Generalverkehrsplan des Landes Baden-Württemberg ist die Elektrifizierung als Massnahme vorgesehen. Ebenfalls geplant sind Angebotsausbauten auf den Oberrheinstrecken, sowohl in Deutschland wie auch in Frankreich. Die Région Alsace erarbeitet zurzeit ein umfassendes Angebotskonzept für das Südelsass, inklusive Korridor Basel - Mulhouse.

Die Planungsarbeiten verdeutlichen, dass die Regio-S-Bahn in zwei Etappen ein neues, deutlich verbessertes Angebotsniveau erreichen soll. Mittelfristig steht die Verbesserung der zeitlichen und räumlichen Verfügbarkeit des Angebots im Vordergrund (Taktverdichtung, neue Haltestellen), langfristig insbesondere die regionale Erreichbarkeit (Durchbindung mit Herzstück). Dieser Ausbau des S-Bahnnetzes stellt eine Hauptstossrichtung der Teilstrategie Verkehr dar.

Die Anbindung des EuroAirport an das Schienennetz stellt ein weiterer strategischer Pfeiler der aktuellen Planungen dar. Als einziger Landesflughafen der Schweiz ist dieser bisher nicht direkt mit der Bahn erreichbar.

Ende 2014 haben sich die sieben Bestellerbehörden der trinationalen S-Bahn Basel (Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Aargau, Solothurn, Jura sowie Land Baden-Württemberg und Région Alsace) in einem gemeinsamen Prozess auf die Angebotsziele bezüglich der Weiterentwicklung der S-Bahn bis zum Jahr 2030 geeinigt. Unter der Leitung von Agglo Basel wurden in einem rund zweijährigen Prozess die zukünftigen Angebotsentwicklungen festgelegt.