Korridor Wiesental

Porträt

Korridorkarte

Gemeinden

Gemeinde/Commune Teilraum/Sous-espace Raumtyp/Type d'espace
Bettingen BS Innerer Korridor
Inzlingen D Ländliche Gemeinden
Lörrach D Innerer Korridor
Maulburg D Äusserer Korridor
Riehen BS Innerer Korridor
Schopfheim D Regionalzentrum
Steinen D Äusserer Korridor
Hausen im Wiesental D Laut Bundesamt für Statistik derzeit formal nicht zum Korridor zugehörig*
Zell im Wiesental D Laut Bundesamt für Statistik derzeit formal nicht zum Korridor zugehörig*

*Aufgrund ihrer Lage an der S-Bahn aber mit in den Prozess einbezogen.

Profil des Korridors

Der Korridor zeichnet sich durch eine langgestreckte dicht besiedelte Tallage, mit weniger stark, zum Teil unbewohnten Hanglagen aus. Mit Ausnahme der Tallage ist der Korridor, insbesondere die Seitentäler, ländlich geprägt.

Die Tallage im südlichen Bereich und insbesondere der Übergang in die Schweiz Riehen / Lörrach ist hingegen städtisch geprägt. Die Tallage wird zentral durch die Regio-S-Bahn Linien S6 / S 5 und durch die Bundestraße 317 mit Anschluss an die Bundesautobahn A98 erschlossen. Ergänzend zur Regio-S-Bahn verkehren Buslinien, dieses Angebot ist bzgl. der Nebenorte großenteils ausbaufähig bzw. nicht fahrplanmäßig mit der S-Bahn abgestimmt; gut abgestimmt dagegen sind die Anschlüsse in Richtung Feldberg / Titisee. Das Park & Ride Angebot ist gering und es stehen auch kaum Flächen dafür zur Verfügung

Es gibt enge Verflechtungen in die benachbarten Korridore (Kandertal, Hochrhein, Oberrhein) und nach Basel.

Im Korridor Wiesental besteht ein sehr hoher Siedlungsdruck, es ist davon auszugehen, dass das Bedürfnis nach umweltgerechter Mobilität weiter steigen wird.

Stärken, Schwächen, Chancen, Risiken

Stärken Schwächen
Wiesental befindet sich im Einzugsbereich von Basel und profitiert von dessen Dynamik Knotenpunkte an der B 317 haben ungenügende Kapazitäten
Lebensader S-Bahn Überlastung beim motorisierten Individualverkehr (in Zusammenhang auch mit Verdichtung)
Lineare Siedlungsentwicklung / Dichte Starke Belastung der Siedlung durch Immissionen
Hügelgebiete als Naherholungsgebiete Entwicklung Richtung Todtnau / A81 / Stuttgart nicht geklärt (Pendenz Regionalplanung)
Gemeinsame Sprache und Kultur Tallagen sind stark beansprucht, wenig zusätzliches Entwicklungspotenzial
Wiese als verbindender Naturkorridor Beeinträchtigung Entwicklung durch Hochwasserrisiken
Dynamischer Raum Landesgrenze / unterschiedliche Entscheidträger
  Verschiedene Verkehrsverbünde
  Durchgangsverkehr A98
Chancen Risiken
Grenzüberschreitende Finanzierungsmöglichkeiten (Interreg, IBA, Pendlerfonds) Abhängigkeit von Wechselkurs
Agglomerationsprogramm als Chance auch für das Wiesental Abhängigkeit von Einwanderungspolitik Schweiz
Zusätzliches Potenzial S-Bahn durch Siedlungsentwicklung, Umlagerung und Herzstück Überlastung S-Bahn-Achse
„Doppelspurigkeit“ Tram und S-Bahn Taktverdichtung verzögert sich Umlagerung Pendlerverkehr
Bessere Erschliessung Naherholungsgebiete Zersiedlung von weiter entfernten Gebieten (Verlagerung Entwicklungsdruck)
Gemeinsamer Auftritt Überlastung Hauptverkehrsachsen (B 317, Zollfreistrasse)
Bahnhöfe und ihr Umfeld gewinnen an Bedeutung Grenzen der Belastbarkeit der Versorgungsinfrastruktur mit zunehmender Verdichtung

Quelle: Protokoll 9.12.14, Agglo-Geschäftsstelle

Herausforderungen

  • Bewältigung Verkehr und Siedlungsentwicklung
  • Unterschiedliche Entwicklungspotenziale innerhalb des Korridors, unterschiedlicher Entwicklungsdruck
  • Gemeinsames Herangehen / Aufbau einer gemeindeübergreifenden Zusammenarbeit (bisher arbeiten die Gemeinden nur projektorientiert, punktuell zusammen)
  • Übergeordnete Strukturen (Landkreis, Regionalverband) einbinden
  • Zielkonflikte innerhalb der Region bzw. innerhalb des Korridors (Abwanderung versus Entwicklungsboom)
  • Kohärente Raumentwicklung: Da wo es Arbeitsplätze hat, sollte auch Wohnraum geschaffen werden (Maulburg z. B. hat eine Einpendlerquote von 85%).
  • Artikulation gemeinsamer Interessen, gestärktes Selbstbewusstsein der Region
  • Hohe Erwartungen und Ansprüche der Zuzügler (Kita, Kultur, Naherholung).

(Auszüge aus Protokoll 9.12.15 und 3.7.15, erstellt von Agglo-Geschäftsstelle)

Organisation und Prozess

Projektorganisation

Organe und Beteiligte:

Bürgermeister der Städte und Gemeinden Schopfheim, Steinen, Maulburg, Lörrach, Riehen, Hausen und Zell im Wiesental sowie Angestellte aus den Verwaltungen

Themen und Termine

Arbeitssitzungen / Workshops

  • Kick off Workshop am 5. Juni 2014 in Lörrach
  • 2. Workshop am 9. Dezember 2014
  • 3. Workshop am 23. März 2015
  • 4. Workshop am 3. Juli 2015
  • 5. Workshop vom 24. September 2015
  • 6. Workshop am 02. Dezember 2015

Ab Juli 2015: Erarbeitung einer Studie „Erfassung und Bewertung der Siedlungspotentiale im Wiesental“ auf GIS Basis (Geographisches Informationssystem).

Koordination mit anderen laufenden Projekten

Internationale Bauaustellung IBA Basel 2020

Trinationaler Eurodistrict Basel